Bürgerbeteiligung ja aber nicht um jeden Preis
Es ist sehr schön, dass sich die Stadtverwaltung Eberswalde immer öfter die Meinung der Bürger zu diversen Projekten einholt und diese somit beteiligt. Bürgerbeteiligung hat aber leider auch eine Kehrseite. Die meisten Bürger die sich beteiligen, wollen Projekte (von denen sie sich persönlich “bedroht” fühlen) verhindern. Dies ergibt dann ein völlig verzerrtes Bild der Bürgermeinung und es passiert immer öfter, dass neue Projekte in Eberswalde auf Grund dieser Konstellation drastisch verändert oder gar eingestellt werden. Hier entscheiden dann einzelne Bürger über die (Nicht-)Entwicklung unserer ganzen Stadt.
Des weiteren werden damit die gewählten Stadtverordneten, die ja die Entscheidungen im Sinne der Bürger und Wähler fällen sollen, de facto entmündigt. Hier muss man künftig ein gesundes Gleichgewicht zwischen Bürgerbeteiligung und Entscheidungen der Stadtverordneten finden.

Das ist wohl nicht nur eine in Eberswalde vorherrschende Problematik.
Jeder darf seinen Senf dazu geben und am Ende wird nichts entschieden.
Im Magazin “Neon” gab es im Februar einen lesenswerten Artikel namens “Die Doodle Demokratie”. Hier der Online-Abriss: http://www.neon.de/kat/sehen/politik/328947.html